Die Story #2

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Hier ist nun der Rest von Dem was es noch zu sagen gäbe, sozusagen der zweite Teil der Story über den "Harrison Rod".
Vorab ist noch zu sagen, wie oben schon erwähnt, dass ich Alles selber mache, "Low Budget" heißt die Devise. Das Objekt meiner Begierde, der "Harrison Rod", ist dafür wie geschaffen, weil er in den späten 50ern bzw. den frühen 60ern aufgebaut wurde.
Erstaunlich ist für mich dabei, dass sich viele für den Aufbau verwendeten Teile auch an dem "Millner Rod" wiederfinden, was aber wohl nur darauf hindeutet, dass hier ein Rod im klassischen Stil gebaut wurde.
Ich will hier jetzt eigentlich auch nur noch kurz darauf eingehen, was an dem Rod gemacht werden mußte, nachdem ich Ihn übernommen hatte. (Aber es gibt ja so viel zu erzählen!)
Der nur fragmentarisch vorhandene Fahrzeugboden mußte vervollständigt werden.
Der Lack wurde "nur" aufpoliert.
Die Kotflügel mußten angefertigt werden, ein Neukauf wäre unerschwinglich gewesen und gebrauchte ?, mangels Masse auch ein Ding der Unmöglichkeit. Letztendlich handelt es sich jetzt um modifizierte Anhänger Kotflügel und das Ganze war mit einer Woche Arbeit und ca. DM 300.- erledigt.
Klar, ist nicht Zustand 1 war aber einfach und preisgünstig und das Beste, ist aus Blech, kein Plastik. Das war mir auch irgendwie wichtig, sonst ist ja auch Alles aus Blech.
Die Innenausstattung hat mein Kumpel Alfi im Tuck'n Roll Stil aus Leder gemacht und die Elektrik wurde präventiv, von Jörg von den American Graffitis, erneuert. Sie mußte einen Sicherungskasten erhalten und an europäische Normen angepasst werden, da war es einfacher gleich Alles neu zu machen. So ein Hot Rod hat irgendwie nur 7 Kabel, trotzdem ist Jörg das ein oder andere Mal ins Schwitzen gekommen, diese Sache mit dem Warnblinker ist immer wieder tückisch.
Der Motor war gut und hat im Prinzip nur eine "Schnellüberholung" bekommen, allerdings war ein Kolben defekt?? und mußte erneuert werden.
Das Getriebe war ganz gut aber jetzt mit der neuen Kupplung ist es astrein.
Als ich das Fahrzeug übernommen habe hatte es eine Chevy Hinterachse, die noch dazu viel zu breit war. Bei den Teilen, die noch zum Fahrzeug gehörten war u.a. auch die Original Ford 9" Achse, die mußte nur ein bischen überholt werden; neue Lager, ein paar neue Trommeln und sonstige Bremsenkleinteile, dann ließ sie sich auch recht problemlos einbauen.
Die vorderen Bremsen stammen von einem 1940er Ford Truck, an Ihnen mußte ich nur die Radbremszylinder aushonen und die Dichtgummis ersetzen.
Das Gleiche gilt auch für den Hauptbremszylinder und den Kupplungsnehmerzylinder, das Auto war halt mies eingelagert.
Die Bremsleitungen habe ich neu angefertigt, wobei sich die Beschaffung der passenden Überwurfmuttern als aüßerst schwierig gestaltete, ein Harley Händler konnte weiterhelfen.
Den nicht vorhandenen Handbremshebel habe ich der Einfachheit halber durch einen vom Ford Sierra ersetzt, DM 20.- und immerhin Ford !
Das Reifengummi mußte nach 15 Jahren Standzeit natürlich auch ersetzt werden, dabei stellte sich dann heraus, dass die Tru Spoke Felgen noch gut sind und nicht, wie befürchtet, krumm.
Im Großen und Ganzen war es das auch. Ein paar Kleinteile, wie Türgriffe, Spiegel, Scheibenwischer usw. konnte ich in einem Rutsch auf der Messe Essen bei Europa Speed and Spares kaufen. Das hat auch vieles vereinfacht, wie auch die Tatsache, dass Mike & Frank in Essen fast Alles vorrätig hatte, was ich so an Verschleißteilen gebraucht habe.
Für die ganze Aktion waren von mir so ca. 4 Monate eingeplant, gedauert hat es letzendlich 8 Monate, von denen ich aber 2 Monate auf Teile gewartet habe.
Insgesamt ist das gar nicht schlecht für ein so totgesagtes Auto und ich schwöre, mit dem Hot Rod zu cruisen ist das Coolste auf der Welt.

Bis bald, Uli #217

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